2015-06-30

Papier- und Kartonverpackung setzt ehrgeiziges Ziel

Kommentieren

Frans Timmermans, Vizepräsident der Europäischen Kommission, hat eine neue Initiative zur Kreislaufwirtschaft angekündigt, die den Anspruch des im Vorjahr zurückgezogenen „Vorschlags für eine Richtlinie über Abfälle“ erhöht. Gemeinsam mit anderen europäischen Vereinigungen aus dem Bereich Papier- und Kartonverpackung hat Pro Carton eine Infografik gestaltet, die die Vision unserer Branche für eine ehrgeizige Kreislaufwirtschaft veranschaulicht.¹

Die Infografik in Form eines Baumes zeigt alle Bereiche der Politik, die die Vereinigungen aus dem Bereich Papier- und Kartonverpackung gemeinsam mit Pro Carton in einem anspruchsvolleren Vorschlag zur Kreislaufwirtschaft verbinden würden. Der ursprüngliche Ansatz, nur Abfallwirtschaftsthemen zu behandeln, wurde erweitert, denn es hat sich gezeigt, dass auch Erneuerbarkeit und Bioenergie in den Kreis einbezogen werden sollten. Die Form eines Baumes eignet sich besonders gut, denn Bäume liefern das Rohmaterial für Papier- und Kartonverpackungen und sind eine erneuerbare Ressource. In Europa übersteigt der Umfang nachwachsender Wälder pro Jahr die Ernte um eine Fläche, die 1,5 Millionen Fußballfeldern entspricht.

Die Infografik hat drei Schüsselbotschaften:
Bei der Kreislaufwirtschaft geht es nicht nur um Abfall, sie ist integraler Teil vieler Politikbereiche, wie die sich überschneidenden Blätter des Baumes zeigen. Die Papier- und Kartonverpackungs-Industrie fordert die europäische Kommission dazu auf, diese Bereiche in die Überlegungen zur neuen Kreislaufwirtschaft Verpackung einzubeziehen.
Erneuerbarkeit ist ein natürlicher Treiber für die Kreisform. Der Kreis ist nur zur Hälfte gegeben, wenn es ausschließlich um Abfallwirtschaft geht, die Zufuhr frischer, erneuerbarer Rohmaterialien ist die dynamische zweite Hälfte des Kreises. Erneuerbarkeit, Ressourcen-Effizienz und verantwortungsbewusste Beschaffung natürlicher, biologischer, erneuerbarer Rohstoffe sollten das Herzstück einer Kreislaufwirtschaft sein.
Zu den Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft gehört auch ein realistischer Ansatz, denn das System bringt unvermeidlich Verluste mit sich, mit denen verantwortlich umgegangen werden muss. Solche Verluste und die damit verbundene Umweltbelastung sollten auf ein Minimum reduziert werden.

Die Infografik erscheint zur rechten Zeit, denn die Europäische Kommission hat vor Kurzem ein Konsultationsverfahren für eine Roadmap zur Kreislaufwirtschaft angekündigt, die darauf abzielt, Maßnahmen zu finden, um Unzulänglichkeiten zu überwinden, und Voraussetzungen für die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft in Europa zu schaffen.

¹ Die Kreislaufwirtschaft ist eine Alternative zur traditionellen linearen Wirtschaft (erzeugen, benutzen, entsorgen). In einer Kreislaufwirtschaft werden Ressourcen so lange wie möglich genützt, ihr Wert wird durch den Gebrauch so weit wie möglich entnommen. Anschließend ist man bestrebt, Produkte oder Rohstoffe am Ende ihrer Lebensdauer wiederzugewinnen, zu recyceln, zu reparieren und wiederzuverwenden.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Jennifer Buhaenko : buhaenko@procarton.com

 

Kommentieren

Your email address will not be published. Required fields are marked *


Pro Carton members, patrons, partners

Barcelona Carton
Pankaboard
WestRock
RenoDeMedici
Storaenso
WEIG-Karton
Metsä Board
Mayr-Melnhof Karton
Mel
Kartonsan
International Paper
Iggesund
Fiskeby
Buchmann Karton
Billerudkorsnas
Kotkamills
International Packaging Group
BOBST
Heidelberg
Sappi
ECMA