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Nachhaltigkeit

Energieverbrauch

Führend bei erneuerbarer Energie

56 % der gesamten Primärenergie, die in der europäischen Zellstoff, Papier- und Kartonindustrie verbraucht werden, stammen aus Biomasse. Die Nebenprodukte aus Holz liefern erneuerbare Energie in Form von Elektrizität und Dampf für die Produktion.

Die Industrie ist der größte Produzent und Konsument von Energie aus Biomasse – ein Anteil von 20 % in der EU. Auf diese Weise werden nicht erneuerbare Energiequellen wie fossiles Öl, Kohle oder Gas vermieden. Das bedeutet auch, dass die Industrie effizienter ist im Bezug auf Kohlenstoff. Fossile CO2-Emissionen konnten im Vergleich zu 1990 um 43 % pro Tonne reduziert werden.

Über 90 % der europäischen Papier- und Kartonproduzenten haben Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung installiert, meist auf Basis von Biomasse und Erdgas. Sowohl Energie wie auch Wärme werden bei der Produktion eingesetzt: 95,2 % der verbrauchten Elektrizität in Zellstoff- und Papierwerken. Die kombinierte Erzeugung von Elektrizität und Wärme spart Brennstoff. Der Energieverbrauch der Produktionsanlagen ist seit 2011 um 4,7 % gefallen (gemäß CEPI, der Confederation of European Paper Industries). 30–35 % Einsparungen werden erreicht im Vergleich zu getrennter Produktion von Elektrizität (eingekauft aus dem nationalen Stromnetz) und der Erzeugung von Wärme (Dampf) in eigenen Kesseln in der Anlage.

 

Biomasse: Erzeugung von Papier und Karton oder Energie?

Auf den ersten Blick scheint es am einfachsten, den Bedarf an Energie zu befriedigen, indem man Strom für ein nationales Stromnetz durch das Verbrennen von Holz erzeugt. Doch das ist weder effizient noch nachhaltig, denn es würde den Wald belasten und mehr kosten. Holz als Rohmaterial für die Papier- und Kartonindustrie erzeugt viermal mehr Wert und erhält sechsmal mehr Arbeitsplätze als der Energiesektor, wenn er Holz verbrennt.

Darüber hinaus wäre die Recyclingfähigkeit eingeschränkt, wenn das Material für die Papier- und Kartonindustrie zu einem erheblichen Teil für die Energieerzeugung eingesetzt wird. Recycling ist auf die Zuführung von Frischfasern angewiesen, um die Festigkeit zu erhalten.

Ein wesentlich größerer Beitrag zur Nachhaltigkeit wäre, Holz verstärkt als Rohmaterial für Produkte zu verwenden und das Recycling verbrauchter Produkte zu unterstützen sowie Energie rückzugewinnen, wenn das Recycling nicht mehr möglich ist.