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Nachhaltigkeit

Kompostierung

Kompostierung eignet sich für jenen Teil im Lebenszyklus von „Post Consumer“ verwendeten Karton, der aus technischen und Reinheitsgründen nicht in Form von Fasern recycelt werden kann.

Materialien mit hohem Kohlenstoffanteil, darunter Karton, können mit Stickstoff kompostiert werden. Für Abfallmanager und lokale Behörden ist dies eine gute Alternative, einen Teil des Verpackungsabfalls rückzugewinnen.

 

Trennung von Karton im Haushalt

Papier und Karton werden gesammelt, oft gemeinsam mit anderen trockenen, recycelbaren Materialien oder getrennt von anderen Abfällen. Sind die recycelbaren Bestandteile aussortiert und zur Wiederverarbeitung weitergeleitet, können Reste von Karton und Papier kompostiert werden, wenn eine geeignete Anlage vorhanden ist. Im Beispiel unten wurde Verpackungskarton zu einem Bodenverbesserungsmittel verarbeitet.

 

Vorteile der Kompostierung von Karton aus Konsumentenverpackungen

  • Vermeidung von gebrauchten Kartonverpackungen auf Deponien
  • Wiedergewinnung und Recycling von Verpackungsmaterial
  • Verarbeitung zu einem nützlichen Bodenverbesserungsmittel
  • Nachhaltige Alternative zu Torf und eigenem Kompost
  • Vermeidung der Massenverbrennung von gebrauchtem Karton

Pro Carton / ADAS Kompostierungsprojekt

Pro Carton und ADAS Consulting haben gemeinsam an der Entwicklung spezieller Verarbeitungsrichtlinien für die Kompostierung von Kartonverpackungen und landwirtschaftlichen Abfällen gearbeitet.

Diese Arbeit hat gezeigt, dass die Abfälle aus verschiedenen Quellen optimal gemischt werden müssen, damit sich ein Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff von etwa 30 : 1 ergibt. Eine typische Mischung aus Karton und Klärschlamm liegt massenbezogen bei drei Anteilen Karton zu vier Anteilen Schlamm. Entscheidend ist, dass das Ausgangsmaterial im Labor auf Kohlenstoff, Gesamtstickstoff, Trockenmasse und Metallspuren getestet wird, um die richtige Mischung zu finden. Für optimale Ergebnisse sollten Papier und Karton vor der Mischung mit anderen Materialien geschreddert werden.

Karton und Schlamm sollten abwechselnd in eine Schwade von 2,3 m Breite und 1,3 m Höhe geschichtet werden.

Zum Mischen und Wenden werden Radlader oder Kompostwendemaschinen eingesetzt. In der ersten Woche, während die Temperatur das Ziel von 600 °C erreicht, sollte die Schwade zweimal gewendet werden, dann acht Wochen lang einmal wöchentlich. Nach einem Screening, um Störstoffe wie etwa Plastik zu entfernen, ist der Kompost bereit zum Einsatz als Bodenverbesserungsmittel.

Der geprüfte Kompost ist optisch attraktiv, von feiner Struktur, hellbraun und geruchlos.

Haupteinsatzgebiet ist die Bodenverbesserung, sowohl im großen Maßstab bei der Landschaftsgestaltung wie auch im Garten. Somit können Materialien auf Torfbasis ersetzt werden. Er wurde unter anderem als Bodenverbesserungsmittel bei der Anpflanzung von Bäumen auf einem Gelände des National Forest in Zentralengland verwendet.