Use this contact form if you have any suggestions or questions for us. You’re also welcome to sign-up for our Pro Carton news here. * bitte ausfüllen!
Nachhaltigkeit

CO2-Fußabdruck – Fossil

Ein Carbon Footprint ist die Gesamtmenge von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasemissionen, die mit einem Produkt in Verbindung gebracht werden, einschließlich Rohmaterialien, Produktion und Lieferkette, manchmal auch einschließlich Gebrauch und Ende des Lebenszyklus, Wiedergewinnung und Entsorgung.

Es gibt derzeit nicht nur einen Ansatz zur Berechnung von CO2-Fußabdrücken, doch die ISO (International Standards Organisation) arbeitet daran. Ein grundlegender Ansatz ist die Messung der Menge an CO2, die von fossilen Brennstoffen emittiert wird.

In die Diskussion über CO2-Fußabdrücke können holzverarbeitende Branchen wie die Kartonindustrie einen besonderen Aspekt einbringen: Das Rohmaterial (Holzfasern) stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, deren Bäume Kohlenstoff aufnehmen und speichern.

 

Die Rolle des natürlichen Rohmaterials von Karton

Der Kohlenstoffkreislauf ist ein geschlossener Kreis, der im nachhaltig bewirtschafteten Wald beginnt und endet:

  • CO2 wird in Bäumen aufgenommen und gespeichert. Nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder erhält oder steigert die Menge an gespeichertem CO2.
  • Ausdünnungen und Verschnitt werden zu Fasern und weiter zu Karton verarbeitet, und zwar in Anlagen, die vielfach ihre Energie im Produktionsprozess selbst aus Holzabfällen erzeugen.
  • Kohlenstoff bleibt während des Gebrauchs in den Holzfasern von Kartonprodukten gespeichert.
  • Karton kann recycelt werden, sodass die Dauer der Speicherung von Kohlenstoff weiter verlängert wird.
  • Am Ende ihres Nutzlebens können Kartonerzeugnisse entsorgt werden, zum Beispiel durch Verbrennung und Wiedergewinnung der Energie, sodass sie fossile Brennstoffe ersetzen.
  • Kohlenstoff wird durch natürlichen Abbau freigesetzt oder durch Deponieprozesse.
  • Kohlenstoff wird wiederum in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gespeichert.

Die Absorption von Kohlenstoff im Wald ist eng mit der Erneuerbarkeit des Waldes verbunden. Erneuerbare und nachhaltige Wälder erzeugen den ursprünglichen Rohstoff für Papier und Karton. Erneuerbare Materialien setzen sich aus Biomasse zusammen, welche nachhaltig bewirtschaftet und kontinuierlich durch natürliche Prozesse regeneriert werden. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder spielen eine wichtige Rolle in der Erzeugung von Biomasseund erneuerbaren Stoffen, was auch zur Milderung des Klimawandels beiträgt.

Der Carbon Footprint von Pro Carton für Kartons

Pro Carton hat einen Carbon Footprint berechnet, der die Menge von Kohlenstoffdioxid- und Treibhausgas-Äquivalenten ermittelt, der von fossilen Brennstoffen bei der Produktion von Faltschachteln entsteht. Damit wurde ein Durchschnitt für die europäische Industrie festgestellt, der sowohl Frischfaser- wie auch Recyclingfaser-Karton und die fertig bedruckten Faltschachteln umfasst. Ausgehend vom Durchschnitt der europäischen Industrie geht es darum, kontinuierliche Verbesserungen anzustreben.

Die Berechnung des durchschnittlichen Carbon Footprint der Industrie durch Pro Carton beginnt im Wald („cradle“) und endet bei der Auslieferung des Faltschachtelherstellers („gate“). Sie setzt Umweltdaten ein, die für Karton- und Faltschachtelindustrie typisch sind, und Walddaten, die für alle Papier- und Kartonprodukte gleich sind. In diesem Cradle to Gate-Ansatz nicht enthalten sind Kohlenstoff-Emissionen beim Endverbraucher oder Händler und auch nicht die Entsorgung der Faltschachtel (zum Beispiel Verbrennung mit Energierückgewinnung).

Als Teil der „Supply Chain“ einer Produktverpackung können die Berechnungen des Carbon Footprints von Pro Carton ein wertvoller Beitrag sein für eigene Berechnungen eines Markenartikelherstellers oder Händler über den gesamten Umwelteinfluss seiner verpackten Produkte.

Der Carbon Footprint von Pro Carton

Die jüngsten Daten aus dem Jahr 2014 zeigen, dass die europäische Faltschachtelindustrie weiterhin in allen Umweltkategorien Fortschritte macht.

Die jüngste Zahl für den durchschnittlichen Carbon Footprint von Faltschachteln beträgt 885 kg fossile CO2-Emissionen pro Tonne erzeugtem und verarbeitetem Karton.

Die Verbesserungen der Umweltleistung entstanden hauptsächlich durch den effizienteren Einsatz von elektrischer Energie, eine verstärkte Nutzung von Bio-Energie und die verstärkte Konzentration auf Messung und Kontrolle von Wasserverbrauch.

Der Umweltdatenbericht von Pro Carton 2014 wurde vom IFEU (Institut für Energie- und Umweltforschung) in Heidelberg geprüft.