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Nachhaltigkeit

CO2-Fußabdruck - Biogen

Karton als Verpackungsmaterial hat einzigartige Vorteile, weil die Herstellung auf erneuerbaren Ressourcen aus Wäldern basiert.

Er kann für sich beanspruchen:

  • dass das Rohmaterial aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern Kohlenstoff aufnimmt und speichert
  • dass in Gebrauch stehende Faltschachteln weiterhin Kohlenstoff speichern
  • dass das Recycling von Faltschachteln den Kohlenstoff eingeschlossen hält und verhindert, dass er in die Atmosphäre zurückkehrt.

 

Kohlenstoffspeicherung in Wäldern

Das Thema Kohlenstoffspeicherung in Wäldern und die Frage, ob die Vorteile den aus Holz hergestellten Produkten zugerechnet werden können, werden nach wie vor diskutiert, auch in der ISO/TS 14067 Treibhausgase – „Carbon Footprint von Produkten“.

 

Methoden zur Berechnung der Kohlenstoffaufnahme im Wald

Die Bilanzierung von Bestandsveränderungen berechnet die Netto-Transfers von Kohlenstoff in (oder aus der) Atmosphäre, indem sämtliche Bestandsveränderungen von Biomasse-Kohlenstoff entlang der Wertschöpfungskette zusammengezählt werden. Beleuchtet wird die Rolle der Kohlenstoffspeicherung in Wäldern und Produkten. Die einzelnen Schritte der Berechnung:

  • Transfers aufgrund von Bestandsveränderungen von Kohlenstoff im Wald
  • Transfers aufgrund von Bestandsveränderungen von Kohlenstoff in Produkten in Gebrauch
  • Transfers aufgrund von Bestandsveränderungen in Produkten auf Deponien

Die Bilanzierung der Transfers beleuchtet die Rolle von Wäldern bei der Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre. Das Ergebnis ist für Holzprodukte vorteilhaft, weil mehr CO2 von der Atmosphäre aufgenommen als abgegeben wird. Die Berechnungsschritte umfassen:

  • Aufnahme von CO2 in Wäldern
  • CO2-Emissionen aus Biomasse-Brennstoffen
  • CO2-Emissionen aus Deponien
  • CO2-Emissionen aus der Verbrennung verbrauchter Produkte

Quellen von biogenem CO2

Dazu können gehören:

  • Frischfasern im Holzprodukt
  • Einsatz von Holzfasern als Biomasse-Energie im Produktionsprozess
  • Wurzeln und Stümpfe, die im Wald zurückbleiben
  • Bestandszuwächse in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern: Geerntetes Holz wird durch neue Pflanzen ersetzt, sodass durch den unveränderten (oder wachsenden) Bestand die CO2-Aufnahme im Wald erhalten bleibt.

„CO2-Fußabdruck von Faltschachteln in Europa. Die Methode des CO2-Fußabdrucks und die Bindung von biogenem Kohlenstoff“.
Bericht des IVL Swedish Environmental Research Institute [Schwedisches Umweltforschungsinstitut]

Das schwedische Umweltforschungsinstitut IVL hat eine Methode entwickelt, um den durchschnittlichen Carbon Footprint von Faltschachteln in Europa zu berechnen. Die detaillierte Studie wurde 2009 von der ECMA (European Carton Manufacturers Association) in Auftrag gegeben und von Pro Carton unterstützt. Es gibt derzeit keinen übereinstimmenden Weg, um den Kohlenstoff der Wälder in den Carbon Footprint von Produkten aus Holz wie Faltschachteln einzubeziehen.

Diese Studie bringt die laufende Diskussion ein gutes Stück voran. Sie schlägt einen neuen Ansatz für die Berechnung der Nettoaufnahme von biogenem CO2 in den Wäldern vor, in denen Rundholz für die Kartonproduktion geerntet wird.

Die Studie zeigt eine Verbindung zwischen dem Faltschachtelverbrauch und der Nettoaufnahme von Kohlenstoff in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern: Die Nachfrage nach Faltschachteln stimuliert die Nachfrage nach Holz (Holzfasern zur Erzeugung von Karton), und diese wiederum unterstützt die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern und die Aufnahme von Kohlenstoff.

Zusätzlich zur Schätzung der Kohlenstoffabsorption in Wäldern in Verbindung mit der Faltschachtelproduktion in Europa präsentiert die Studie eine Methode für eine Einschätzung der End-of-Life-Behandlung sowie der vermiedenen Emissionen, die auf einem EU27-Szenario beruht.

Auf dieser Grundlage hat IVL den durchschnittlichen Carbon Footprint verarbeiteter Faltschachteln berechnet, die in Europa verkauft wurden. Die Berechnung ist die Summe der durchschnittlichen Treibhausgasemissionen aus einer Tonne Frischfasern und recycelter Fasern, die in Europa erzeugt, verarbeitet und bedruckt werden.

 

Die Position der Faltschachtelindustrie beim Carbon Footprint bezüglich fossilem und biogenem Kohlenstoff

  • Das Rohmaterial von Faltschachteln – Karton – wird aus Holzfasern aus nachhaltigen Wäldern hergestellt. Die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern ist ein Teil der wichtigen Beziehung zwischen Wäldern und dem Klima.
  • Wachsende Bäume nehmen Kohlenstoff auf und speichern ihn (biogener Kohlenstoff). Werden die Holzfasern zu Faltschachteln verarbeitet, bleibt der Kohlenstoff weiterhin gespeichert.
  • Es gibt eine positive Verbindung zwischen der Nachfrage nach Faltschachteln und der Kohlenstoffspeicherung.
  • Die Nettoabsorption von biogenem CO2 in den Wäldern (Entnahme aus der Atmosphäre) beträgt durchschnittlich -730 kg pro Tonne Faltschachteln, bezogen auf die gesamte europäische Faltschachtelproduktion.
  • Der Carbon Footprint der europäischen Industrie („cradle to gate“) beträgt 885 kg Kohlendioxid (und Äquivalenten) pro Tonne erzeugtem und weiterverarbeitetem Karton.
  • Wird der Carbon Footprint der Faltschachteln berechnet, sollte die Kohlenstoffspeicherung ihrer Rohmaterialien gutgeschrieben werden: Der biogene Kohlenstoff in den Faltschachteln sollte abgezogen werden vom CO2, das im Lebenszyklus der Faltschachteln emittiert wird.

Im Jahr 2014 lag der fossile Carbon Footprint von Pro Carton bei 885 kg CO2-Äquivalenten pro Tonne Faltschachteln. In einem Cradle to Gate-Ansatz werden die Emissionen von 885 kg fossiler CO2-Äquivalente zum großen Teil durch die Speicherung von -730 kg biogenem CO2 kompensiert.

Vorteile des Recycling beim Kohlenstoff

Wird Papier recycelt, geht der darin gespeicherte Kohlenstoff nicht wieder zurück in die Atmosphäre, denn die Fasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft bleiben in der Wertschöpfungskette. Die Speicherung in Papierprodukten wird also durch Recycling erheblich verlängert. Fasern können sechs- bis achtmal recycelt und danach für die Energierückgewinnung eingesetzt werden. Die Vorteile des Recycling beim Kohlenstoff schließen auch die Möglichkeit zur verstärkten Speicherung in den Wäldern und die Reduktion von Methanemissionen aus Deponien ein.