2014-11-27

Das Geschäft neu denken

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„Wir müssen nicht besser werden, sondern richtig gut“, meinte Tim „Mac“ Macartney auf dem ECMA Pro Carton-Kongress: Nur hundertprozentige Nachhaltigkeit in allen Bereichen werde die Zukunft unserer Kinder retten. Den Fortschritten der Karton- und Faltschachtelindustrie zollte er diesbezüglich Respekt. Hier die Kernaussagen.

„Ich stehe heute vor einer besonderen Herausforderung: Ich sehe, dass die Karton- und Faltschachtelindustrie in vielen Bereichen weit voraus ist. Sie produziert und kreiert in einer Umgebung, die sich in vieler Hinsicht auf einen Punkt zubewegt, von dem man sagen kann, er sei nachhaltig.“

„Doch die meisten Bemühungen um Nachhaltigkeit führen nicht zu der Situation, die wir wirklich brauchen, sie ist nur weniger schlimm. Und weniger schlimm ist nicht gut genug. Wie können wir dieses Geschäftsmodell verändern? Wie finden wir einen neuen Weg, auf diesem Planeten zu leben, sodass wir alle weltweit Reichtum und Wohlstand teilen können und zugleich soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte verwirklichen, ohne unsere Zukunft aufs Spiel zu setzen?“

„Ich hatte Gelegenheit, mit Paul Polman zu sprechen, dem CEO von Unilever, und seine Ansichten zu erfahren. Und während ich mit ihm sprache, dachte ich: Dieser Mann glaubt wirklich an diese Dinge. Er ist nicht zufrieden damit, nur ein kommerziell äußerst erfolgreiches Unternehmen zu schaffen. Er will viel mehr als das. Warum stellen wir nicht wie er jene Dinge ins Zentrum unserer Arbeit, die wir wirklich lieben, die uns alles bedeuten,?“

„Große Unternehmen haben den Einfluss und die Verbindungen, sie sollten das tun. Doch jeder sagt: ‚Warum ich?‘ Und wenn sie nicht damit kommen, dann sagen sie: ‚Wir tun bereits eine ganze Menge.‘ Weniger schlimm ist nicht gut genug. Es gibt da etwas, was uns zur Nachhaltigkeit fehlt. Vor allem hat es nicht einfach nur mit der Umwelt zu tun. Es geht um das, was Charles Eisenstein die bessere Welt genannt hat, von der wir im Herzen wissen, dass sie möglich ist. Ich nenne das die Welt unserer Sehnsucht. Bevor die Antwort lautet: ‚Ja, ich!‘ – auf sehr kleine oder sehr große Art, in meinem kleinen Familienunternehmen und im großen Konzern – werden wir im Büro herumsitzen und darüber diskutieren, wie wir positiven Wandel und Veränderung in der Welt herbeiführen können.“

„Warum ist es so wichtig, dass die Unternehmen diesen Weg beschreiten? Weil es keine andere Macht auf der Erde gibt, die die Fähigkeit, die Energie, die Möglichkeit und die Macht hat, Ideen in die Tat umzusetzen, Dinge passieren zu lassen. Vor ein oder zwei Jahren schloss sich eine Gruppe von Geschäftsleuten zusammen, darunter Sir Richard Branson, Kathy Calvin, Arianna Huffington, Mo Ibrahim, Paul Polman, Jochen Zeitz und einige andere. Sie erklärten ihre Absicht, aus ihren Unternehmen eine transformative Kraft zum Besseren in der Welt zu machen: ‚Es ist unsere Mission, Katalysator zu sein für eine bessere Art von Geschäften, für das Wohlergehen der Menschen und des Planeten. Es ist die Vision einer Zukunft, in der die Absicht von Unternehmen darin besteht, das soziale, ökologische und okönomische Wohl zu fördern.“

„Dies ist eine Einladung an uns alle. Das Wunderbare an der Nachhaltigkeit ist, dass sie Unternehmen eine Vision anbietet. Sie besteht darin, dass unsere Firma nicht nur all diese schönen, innovativen, gut gestalteten, extrem praktischen Faltschachteln anbietet, sondern dazu dient, die Art der Geschäft auf dieser Welt zu verändern. Unser Unternehmen dient dem Guten in der Welt. Und wenn Sie zu Ihren Mitarbeitern wirklich auf dieser Ebene sprechen würden, so dass diese wissen, es kommt von Herzen, es ist nicht verhandelbar und Sie sind ein Teil davon, dann würden Sie diesen guten Willen freisetzen, den die Menschen einsetzen würden, wenn sie Ihnen nur glauben und die Wahrheit darin sehen könnten.“

„Warum würden sie das tun? Weil sie im innersten ihrer Herzen wissen, dass sie schrecklich gern für Unternehmen arbeiten würden, die auf das ausgerichte ist, was sie lieben: ihre Kinder, ihre Partner, ihre Familien und ihre Gemeinschaften. Wir könnten alle gewünschten kommerziellen Ziele erreichen und am Ende, wenn unsere Zeit kommt und wir zur Seite oder zurücktreten, dennoch sagen: ‚Das hat etwas wirklich Wunderbares bewirkt.‘“

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