2014-09-05

Faltschachteln, das perfekte Beispiel für Kreislaufwirtschaft

Kommentieren

Ziel der Kreislaufwirtschaft ist, den Einsatz von natürlichen Ressourcen zu optimieren, indem unter anderem Recycling, Öko-Design und Abfallvermeidung gefördert werden. Papier- und Kartonindustrie sind führend wenn es darum geht, diese Ziele in die Praxis umzusetzen.

Anfang Juli hat die Europäische Kommission das Paket „Auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft: Ein Null-Abfall-Programm für Europa“ verabschiedet. Darin wird erklärt, dass der Abfall seit der industriellen Revolution konstant zugenommen hat. Und zwar weil unsere Wirtschaft nach dem Muster „Nimm, mach, verbrauch, wirf weg“ gewachsen ist – einem linearen Modell, das davon ausgeht, dass die Ressourcen unerschöpflich, verfügbar und billig einsetzbar sind. Heute erkennen wir, dass man mit den Ressourcen haushalten müssen, indem man vorhandene Materialien und Produkte wiederverwendet, repariert, aufarbeitet und recycelt. Was früher als „Abfall“ betrachtet wurde, kann in eine Ressource verwandelt werden, und sämtliche Ressourcen müssen während ihres Lebenszyklus effizienter bewirtschaftet werden.

Diese Initiative passt perfekt zu den aktuellen Maßnahmen der Papier- und Karton verarbeitenden Industrie, deren Produkte leicht recycelbar sind und aus einer natürlichen, erneuerbaren Ressource hergestellt werden.

Papier kann theoretisch bis zu sechs oder sieben Mal recycelt werden, im Durchschnitt sind es fünf Mal. Über 50 Prozent des Rohmaterials für die Zellstoff- und Papierindustrie Europas stammt aus recyceltem Papier (das andere aus Holzfasern) und nahezu 58 Millionen Tonnen Papier und Karton werden in Europa recycelt. Im Jahr 2012 waren dies 71,7 Prozent des in Europa verwendeten Papiers, was bedeutet, dass Europa weltweit führend ist beim Recycling von Papier und Karton. Verpackungsmaterial aus Papier und Karton ist mit 81,3 Prozent das am meisten recycelte Verpackungsmaterial in Europa (Quelle: European Recovered Paper Council).

Gute Recycelbarkeit hängt von einem guten Öko-Design von Produkten aus Papier und Karton sowie den Hilfsmaterialien ab. So verwenden zum Beispiel Druckfarbenhersteller zunehmend erneuerbare und recycelbare Ressourcen wie Soja, Pflanzenöl und Stärke. Sie unterstützen die Drucker bei Wiedergewinnung und Recycling von Farben und Lösemitteln. Das Öko-Design zielt darauf ab, die Recycelbarkeit von Kartonverpackungen zu verbessern, und führt zu besserer Nachhaltigkeit einschließlich der Optimierung des Ressourceneinsatzes und der Reduzierung von Abfall und nicht recycelbaren Komponenten.

Karton kann nicht unbegrenzt recycelt werden, weil die Fasern nach einer gewissen Zeit zu kurz und abgenutzt sind. Der Kreislauf muss daher laufend mit neuen Frischfasern aufgefüllt werden. Neue Frischfasern in Europa für Kartonverpackungen stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Diese Wälder sind nicht nur eine erneuerbare Ressource, das nachwachsende Holz übersteigt das geerntete Holz im Umfang von etwa 1,5 Millionen Fußballfeldern im Jahr (Quelle: Confederation of European Paper Industries). Europäische Waldbesitzer folgen dabei einer Verbindung von nationalen, europäischen und internationalen Regelwerken. Zusätzlich können sie die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder durch Zertifizierungssysteme wie FSC® und PEFC™ nachweisen.

Die Europäische Kommission ist der Ansicht, dass es wichtig ist, sich auf eine Kreislaufwirtschaft zuzubewegen, um die Ziele der Ressourceneffizienz in der Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum zu erreichen. Der Lebenszyklus von Kartonverpackungen zeigt, dass sie zum Kernbereich einer Kreislaufwirtschaft gehören, weil die Industrie recycelt, „Abfall“ als Ressource einsetzt und Frischfasern aus erneuerbaren, nachhaltig bewirtschafteten Wälder bezieht, um den Kreis zu schließen.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf „Cartons and Sustainability” auf www.procarton.com

Kommentieren

Your email address will not be published. Required fields are marked *


Pro Carton members, patrons, partners

Barcelona Carton
Pankaboard
WestRock
RenoDeMedici
Storaenso
WEIG-Karton
Metsä Board
Mayr-Melnhof Karton
Mel
Kartonsan
International Paper
Iggesund
Fiskeby
Buchmann Karton
Billerudkorsnas
Kotkamills
International Packaging Group
BOBST
Heidelberg
Sappi
ECMA